Bewegung ist mehr als Gymnastik – und Aktivierung weit mehr als Beschäftigung. Beides zusammen sorgt im Alltag für genau das, was im Alter besonders zählt: Lebensfreude, Selbstständigkeit und ein Gefühl von Sinn. Im Regionalen Pflegezentrum Baden (RPB) setzen wir gezielt auf kleine, regelmässige Impulse, die Körper, Geist und Seele anregen – sei es in der Therapie, in der Aktivierung oder bei liebevoll begleiteten Alltagsmomenten.
Denn wer sich bewegt, bleibt nicht nur körperlich in Schwung – sondern auch geistig wach, emotional verbunden und sozial eingebunden. Unsere Therapeutinnen, Therapeuten und Aktivierungsfachpersonen gestalten individuell passende Angebote, die Freude machen, Ressourcen fördern und den Tag strukturieren. Ganz nach dem Motto: Jeder Schritt zählt. Jede Begegnung auch.
Warum Bewegung und Aktivierung so wichtig sind – und man nie zu früh anfangen kann
Bewegung und Aktivierung erhalten:
• die Gelenkfunktion und beugen Versteifungen vor
• die Muskulatur und reduzieren das Sturzrisiko
• die Durchblutung – besonders in Armen und Beinen
• das Körpergefühl – gerade bei Menschen mit Demenz
• die kognitiven Fähigkeiten und das Erinnerungsvermögen
• die Lebensqualität – weil man sich einfach wohler fühlt
Und das Beste daran: Selbst kleine, sanfte Übungen und Impulse im Alltag können schon viel bewirken. Wichtig ist, dranzubleiben – jeden Tag ein bisschen.
Bewegungsübungen am Bett oder im Sitzen
Ideal für Menschen mit eingeschränkter Mobilität oder zur sanften Aktivierung zwischendurch:
- Fusskreisen: Füsse im Uhrzeigersinn und dann gegen den Uhrzeigersinn kreisen – fördert die Durchblutung.
- Zehen spreizen und anziehen: Eine einfache Übung für Muskulatur und Sensibilität.
- Finger-Pianospiel: Finger einzeln heben und senken – wie auf einer Klaviatur. Fördert Feinmotorik und Konzentration.
- Schultern heben und senken: Langsam hochziehen und locker fallen lassen. Drei bis fünf Wiederholungen mit tiefem Atemzug kombinieren.
- Oberkörper sanft drehen: Im Sitzen den Oberkörper nach rechts und links drehen – Arme auf die Oberschenkel legen, den Blick mitnehmen.
Einfache Übungen für mobilere Menschen
Für alle, die gerne (und sicher) auf den Beinen sind – auch für Angehörige zum Mitmachen geeignet:
- Auf der Stelle marschieren: 30 Sekunden reichen. Arme mitbewegen, Musik dazu? Sehr gerne!
- Wand-Liegestütze: Mit den Händen an die Wand, leicht schräg stehen und langsam ein- und ausdrücken.
- Bein strecken im Sitzen: Ein Bein nach vorne ausstrecken, Fuss anziehen und wieder entspannen – abwechselnd rechts und links.
- Hände über den Kopf führen: Langsam nach oben strecken, tief einatmen – und wieder absenken. Ideal zur Mobilisation des Schultergürtels.
- Seitliches Beinheben am Stuhl: Im Stehen hinter einem stabilen Stuhl ein Bein zur Seite heben – Bauch leicht anspannen, Rücken gerade.
Aktivierung, die bewegt – körperlich, geistig und sozial
Im Regionalen Pflegezentrum Baden spielt Aktivierung eine zentrale Rolle im Alltag. Unsere Aktivierungsfachpersonen tragen gezielt dazu bei, die Lebensqualität unserer Bewohnenden zu verbessern. Je nach Krankheit, Beeinträchtigung und persönlichem Interesse gestalten sie individuell passende Angebote – mit musischen, kognitiven, gestalterischen, lebenspraktischen oder geselligen Schwerpunkten.
Ob gemeinsames Kochen, Gedächtnistraining, Bewegungstraining oder kreatives Gestalten – Aktivierung schafft Struktur, Begegnung und Sinn. Dabei gilt: Es gibt kein richtig oder falsch – jeder Mensch bringt eigene Ressourcen mit, die wir auf vielfältige Weise fördern.
Besondere Schwerpunkte sind:
- Maltherapie: Ausdruck finden mit Farben, ganz ohne Leistungsdruck
- Musiktherapie: Erleben, wo Worte fehlen
- Anlässe mit Freiwilligen: Brücken zur Aussenwelt
- Tiergestützte Begegnungen: Freude mit Hühnern, Meerschweinchen oder Sozialhunden
Ergo- Logo- und Physiotherapie
Unser Therapiezentrum in Baden bietet alle Leistungen unter einem Dach. Unsere erfahrene Therapeutinnen und Therapeuten aus den Bereichen Physiotherapie, Ergotherapie, Logopädie und Energiemanagement begleiten nicht nur unsere Bewohnerinnen und Bewohner, sondern stehen auch externen Patientinnen und Patienten offen – etwa nach einem Spitalaufenthalt, bei chronischen Schmerzen oder zur Unterstützung in der häuslichen Pflege.
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