Alltag in der Pflegeausbildung

Ich arbeite gern mit Menschen

Wie sieht der Moment aus, in dem Pflege mehr wird als ein Beruf?

Ist es der stille Händedruck einer Bewohnerin? Oder die Dankbarkeit nach einer gemeinsam geschafften Herausforderung? Pflege ist persönlich – und oft emotional. Lernende im Regionalen Pflegezentrum Baden (RPB) berichten über Besonderheiten und Herausforderungen ihrer Ausbildung. Und warum sie sich genau für diesen Weg entschieden haben.

Zohir, Ausbildung AGS

Zohir ist Assistent Gesundheit und Soziales EFZ in Ausbildung. Für ihn zählt, dass die Menschen sich wohlfühlen – trotz Schmerzen, Einschränkungen oder Einsamkeit. Seine Motivation: anderen etwas zurückgeben.

«Ich helfe unseren Bewohnenden gern. Mir ist es wichtig, dass die mir anvertrauten Menschen zufrieden sind. Anderen zu helfen, gibt mir viel zurück. Es ist mir eine Herzensangelegenheit, dass es den Menschen, mit denen ich arbeite und für die ich sorgen darf, gut geht. Nach meiner Ausbildung werde ich weiterlernen und die FaGe-Ausbildung absolvieren.»

Ana, Ausbildung FaGe

Als Fachfrau Gesundheit EFZ erlebt Ana jeden Tag neu. Medizinaltechnisches Wissen trifft auf menschliche Nähe. Für sie ist Pflege mehr als Routine – es ist Verbindung.

«Ich arbeite gerne mit Menschen. Unsere Bewohnenden haben in ihrem Leben viel geschafft und geleistet. Ich möchte ihnen etwas zurückgeben, doch oft bekomme ich auch etwas von ihnen zurück. Mein Beruf ist vielseitig und bietet viel Abwechslung, jeder Tag ist anders. Es ist ein toller Beruf, den ich immer wieder wählen würde. Er ist ideal für Menschen, die die Abwechslung lieben, die gern Action haben, aber auch einen kühlen Kopf bewahren können"

Lisa, Ausbildung FaBe

Lisa wird Fachfrau Betreuung EFZ. Sie begleitet Menschen mit Unterstützungsbedarf. Für sie ist wichtig, dass Biografie und Alltag miteinander verbunden werden – damit Betreuung individuell wird.

«Biographiearbeit gefällt mir sehr. Sie verbindet die Lebensgeschichte der Bewohnenden mit der Gegenwart. Dadurch kann ich Aktivitäten individuell planen. Anfangs war es schwierig, den Menschen hinter der Krankheit zu sehen. Jetzt ist mir diese Haltung vertraut und selbstverständlich. Manchmal begleiten wir Menschen in anspruchsvollen Lebenssituationen. Wenn das gelingt, ist das sehr erfüllend.»

Rojda, HF Pflege

Rojda studiert an der höheren Fachschule Pflege. Sie hat zuvor die FaGe-Ausbildung abgeschlossen. Jetzt übernimmt sie mehr Verantwortung, plant Pflegemassnahmen und begleitet Menschen in Krisen.

«Ich möchte unsere Bewohnenden unterstützen und ihre Lebensqualität verbessern. Nach meiner Ausbildung zur FaGe habe ich mich fürs Weiterlernen entschieden, weil ich in Zukunft gerne mehr Verantwortung übernehmen möchte. Manchmal ist die Arbeit schwierig, zum Beispiel, wenn Bewohnende sterben und ich Abschied nehmen muss. Ich kann für sie da sein in ihren letzten Stunden, das hilft ein wenig beim Loslassen.»

Was das RPB ausmacht

Diese Geschichten sind kein Zufall. Sie entstehen in einem Umfeld, das Lernen fördert – fachlich wie menschlich:

  • Individuelle Begleitung durch Praxisausbildner:innen
  • Lernwerkstatt für praxisnahes Üben
  • Über 60 Mitlernende für Austausch und Zusammenhalt
  • Regelmässige Lernende-Events für Gemeinschaft und Entlastung
  • IT-Zuschuss, Kostenübernahme für ÜK, faire Bedingungen
  • Und vor allem: ein Ort, an dem persönliche Entwicklung zählt.

Ein Beruf mit Nähe, Tiefe und Perspektive

Pflege ist kein leichter Job. Aber einer, der berührt. Und oft wachsen Menschen in diesen Aufgaben über sich hinaus. Wer im RPB seine Ausbildung macht, wird nicht allein gelassen, sondern begleitet. Ob AGS, FaGe, FaBe oder Pflegefachperson HF: Der Einstieg in die Pflege ist auch immer ein Schritt zu sich selbst.

Weitere Infos zur Ausbildung, zum Bewerbungsverfahren oder für ein Schnupperli gibt es auf unserer  Ausbildungsseite.


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